Nimm mit 606.789 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.

Montag, 26. Juli 2010

Atom-Alarm in Wiesbaden

Am 26. Juli haben Anti-Atom-Aktive in Wiesbaden "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie der CDU-Abgeordneten und Bundesministerin Kristina Schröder deutlich, dass die Menschen in ihrem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!

Aktionsbericht und Bilder von den Organisator/innen

Um 12.00 Uhr waren wir im Büro der CDU-Abgeordneten und Familienministerin Kristina Schröder angemeldet. Es wurde uns bereits bei unserer Anmeldung gesagt, dass Kristina Schröder nicht anwesend sein würde und dass eine Mitarbeiterin das Schreiben vor dem Haus entgegennehmen würde.

Ordnungsamt und Polizei haben sich nach unserer Anmeldung - wie sie uns sagten - erst einmal im Internet schlau gemacht, bevor sie Kontakt mit uns aufnahmen und Genehmigungen erteilten.

Als die Polizei mich anrief und fragte, mit wie vielen Leuten wir rechneten, sagte ich, 20 Leute würden sicher kommen. Die Kinder einberechnet, kamen ca. 50 Leute.

Das Büro liegt in einer von der Straße zurückliegenden Villa. Wir versammelten uns zunächst auf dem breiten Bürgersteig, Detlev Pöpsel verteilte vorbereitete Plakate, Tröten und Infos. Medienvertreter zeigten ihr Interesse und erkundigten sich nach Details. 5 vor 12 setzte zur großen Freude der Kinder der Atom-Alarm ein: von Trommeln, Trillerpfeifen und Tröten bis zu Topfdeckeln und Rasseln. Vor dem Haus ließ man uns ein paar Minuten Zeit, um ausgiebig Krach zu machen bis die Mitarbeiterin kam. Eine kurze Ansprache von uns mit der Betonung, dass wir uns in Wiesbaden besonders betroffen fühlen durch die Nähe zu Biblis und durch die Unmöglichkeit, im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet bei einem ernsten Unfall fliehen zu können.

Auf dem Rückweg zur Straße kamen uns Nachzügler entgegen, die unsere Pünktlichkeit bedauerten. Ich hatte den Eindruck, dass die Leute den Versammlungsort verließen mit dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Und wir, die wir die lokale Organisation übernommen hatten, waren dankbar für diese Aktion, die zentral perfekt vorbereitet war, so dass wir nur wenig selbst zu leisten hatten.

Auffallend war das starke Medieninteresse. Die beiden Lokalzeitungen waren vertreten, ebenso der Lokalteil der Frankfurter Rundschau. Der Hessische Rundfunk beabsichtigt, heute Abend in der Hessenschau das Thema aufzugreifen. Besondere Aufmerksamkeit galt bei den MedienvertreterInnen der Tatsache, dass bundesweit in über 50 Orten demonstriert wird.

Nach unserer Beurteilung war das eine Aktion, die wirkungsvoll war und die durch die gute und detaillierte zentrale Vorbereitung für die lokalen Gruppen wenig Aufwand bedeutete. Solche Chancen müssten wir öfter nutzen! Und mehr Orte müssten sich beteiligen. So wenig Arbeit für die lokalen Gruppen für eine so gute Wirkung! Selbst wenn nur 10 Leute gekommen wären, hätte die Aktion Wirkung gezeigt!

Wir danken den Campact-OrganisatorInnen!

Wiesbaden, den 26.10.2010 Freya Pausewang

Atom-Alarm in Erbach

Kontakt | Impressum | Datenschutz