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Die Welt, 05.05.2006
Seehofer beugt sich dem Willen der Länder
Als Reaktion auf den Protest der Länder wird Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) die Stallpflicht für Geflügel künftig nur noch auf Vogelgrippe-Risikogebiete beschränken. Eine entsprechende Eilverordnung werde spätestens Ende kommender Woche in Kraft treten, teilte Seehofer in Berlin mit. Damit sei eine für alle Beteiligten tragbare Lösung gefunden worden. "Ich bin sicher daß wir mit dem jetzt gefundenen Kompromiß Akzeptanz finden", erklärte Seehofer. Von Entwarnung könne jedoch keine Rede sein. Täglich würden noch infizierte Vögel gefunden. Das Risiko einer Verbreitung der Vogelgrippe in Deutschland sei nach wie vor hoch, warnte Seehofer. Es werde derzeit sogar deutlich höher eingeschätzt als bei der ersten Anordnung zur Aufstallung im vergangenen Herbst, die bis Mitte Dezember befristet war. Nach den ersten Fällen von Vogelgrippe bei Wildvögeln war das Freilandgeflügel Mitte Februar erneut für mehr als zwei Monate in die Ställe verbannt worden. Mehr
Mittelbayerische Zeitung, 04.05.2006
Seehofer verlängert Stallpflicht für Geflügel
Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) hat die Stallpflicht für Geflügel grundsätzlich verlängert. Wissenschaftler schätzten das Risiko der Verbreitung der Vogelgrippe in Deutschland derzeit deutlich höher ein als bei der ersten Stallpflicht im vergangenen Herbst, begründete Seehofer seine Entscheidung. Mehr als tausend Geflügelzüchter demonstrierten zugleich in Berlin gegen die Stallpflicht. Viele von ihnen fürchten nach Angaben des Deutschen Bauernverbands (DBV) den finanziellen Ruin, weil sie ihre im Stall gehaltenen Tiere nicht mehr oder nur schlecht verkaufen können. Seehofer argumentierte, in Deutschland seien im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten bislang mit Abstand die meisten infizierten Tiere gefunden worden. Täglich kämen neue Funde hinzu. Von Entwarnung könne also nicht die Rede sein. Mehr
taz, 08.04.2006
Kommentar: Erst kommt der Geiz, dann die Konkurrenz
Es wird eng fürs deutsche Huhn. Die Freunde der Geflügelindustrie im Bundesrat haben sich den Wohnraum von Millionen deutschen Legehennen schöngerechnet. Jedes Tier hat auch in Zukunft nicht mehr als gut ein DIN-A 4-Blatt Platz. Sich recken, strecken, im Sand baden - ach was, du Huhn, das ist alles Luxus. Hauptsache, die Stallknäste bleiben günstig und die Eier billig. Allein: Mit dieser Strategie tun sich auch die deutschen Hühnerbarone keinen Gefallen.
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taz, 08.04.2006
Hühnerbarone retten ihre Legebatterien
Verbot der engen Hennenhaltung im Bundesrat gekippt. 13 unionsregierte Länder und das rot-rote Mecklenburg-Vorpommern handeln im Interesse der großen Eierkonzerne. Abschaffung nicht 2007, sondern erst 2009. Danach kommen größere Ställe.
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Spiegel-online, 07.04.2006
Bundesrat stimmt für neue Käfige für Legehennen
Kleinvoliere statt Batteriehaltung: Für Legehennen soll es in Deutschland künftig neue Käfige geben. Der Bundesrat stimmte mit breiter Mehrheit für die Änderung der Nutztierverordnung.
Bundesregierung und Bundesländer setzen auf einen neuen Kurs bei der Haltung von Legehennen. Die von der früheren Agrarministerin Renate Künast (Grüne) stets abgelehnten Kleinvolieren sollen künftig als Ersatz für Legebatterien erlaubt sein, beschloss der Bundesrat heute in Berlin. Die Länder begründeten das Vorgehen damit, dass bei Fortbestehen des unter Rot-Grün beschlossenen Kurses größere Betriebe die Legehennenhaltung ins Ausland verlegen könnten. Mehr
tagesschau.de, 07.04.2006
Vom Käfig in die Kleinvoliere
Der Bundesrat hat sich für eine deutliche Aufweichung des Verbots von Käfigen für Legehennen ausgesprochen. Die Länderkammer stimmte für eine Änderung der Nutztierverordnung, nach der Hühner auch künftig in Ställen mit einer Fläche von 800 Quadratzentimetern pro Tier und einer Höhe von 60 Zentimetern gehalten werden dürfen - etwas mehr als ein DIN-A-4-Blatt. Bislang waren es etwa 550 Quadratzentimeter und 45 Zentimeter Höhe. Die endgültige Entscheidung über die Verordnung liegt nun bei Agrarminister Horst Seehofer. Er wolle zügig über die Änderung der Legehennenverordnung entscheiden, hieß es. "Das wird nicht lange dauern", sagte eine Ministeriumssprecherin. Mehr
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 07.04.2006
Bundesrat stimmt für neue Käfige für Legehennen
Die rund 30 Millionen Käfighennen in Deutschland sollen ihre Eier künftig in Kleinvolieren legen. Der Bundesrat machte nach einem jahrelangen Streit am Freitag den Weg für die Einführung von Käfigen frei, die doppelt so groß wie die früheren Batteriekäfige sind.
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heute.de, 07.04.2006
Großer Wurf oder Tierquälerei?
Der Bundesrat will am heutigen Freitag über die Zukunft der Käfighaltung entscheiden. Das Thema ist ein heißes Eisen. Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) bekam das kürzlich zu spüren: Die US-Schauspielerin Pamela Anderson ("Baywatch") machte sich für die artgerechte Haltung von Legehennen stark und warnte in einem Brief vor der Beibehaltung von Käfigbatterien in Deutschland.
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Frankfurter Rundschau, 06.04.2006
Gastkommentar: Nikotin-Ei und Vogelgrippe sprechen gegen Massentierhaltung
Die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn wirft den Behörden in Niedersachen Untätigkeit beim Nikotin-Ei-Skandal vor. Sie wittert dahinter System. Soll doch diese Woche die Käfighaltung zementiert werden. Mehr
Frankfurter Rundschau, 06.04.2006
Hühnerfarmen wegen nikotinverseuchter Eier geschlossen
Das niedersächsische Landwirtschafts- ministerium hat Vorwürfe zurückgewiesen, im Fall nikotinverseuchter Hühnereier nicht rasch genug gehandelt zu haben. Mehr
taz, 06.04.2006
Nikotin im deutschen Frühstücksei
Die Deutsche Frühstücksei GmbH bezeichnet sich selbst als Europas größter Eierproduzent. Die Hühnerställe mit ihren engen Legebatterien hat das Unternehmen unter anderem von dem niedersächsischen "Hühnerbaron" Anton Pohlmann übernommen. Diesem wurde einst die Hennenhaltung verboten, weil er Tiere grausam getötet und ebenfalls Nikotin eingesetzt hatte. Politiker von SPD und Grünen sowie Tierschützer kritisierten gestern, dass der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) die Öffentlichkeit über das Nikotin in Käfigeiern nicht von sich aus informiert hatte. Sie vermuten einen Zusammenhang mit einem niedersächsischen Antrag, der am Freitag im Bundesrat zur Abstimmung steht und das von Exverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) verhängte Verbot der Käfighaltung ab 2007 aushebeln soll. Niedersachsen will in der Länderkammer die Zulassung des so genannten ausgestalteten Käfigs erreichen. Gerade die Frühstücksei GmbH habe sich in den letzten Monaten für den etwas größeren Käfig stark gemacht, sagte gestern der Präsident des deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel. Mehr
Kieler Nachrichten, 06.04.2006
Bundesrat entscheidet morgen über die Haltung von Legehennen
Eigentlich ist es längst beschlossene Sache: Die Haltung von Legehennen in kleinen Käfigen soll in Deutschland ab 2007 verboten sein. Doch die Bauern-Lobby läuft einmal mehr Sturm gegen diesen Tierschutz-Beschluss der rot-grünen Bundesregierung aus dem Jahr 2001. Der Bundesrat wird morgen erneut über die Zukunft der Hühner abstimmen.
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Südkurier, 04.04.2006
Protest gegen Käfighaltung nimmt zu
Wenige Tage vor der Entscheidung des Bundesrates zur Käfighaltung von Legehennen nimmt der Protest von Tierschützern zu. Der Deutsche Tierschutzbund kündigte für heute den Start einer Kampagne an. Mehr
ZDF, 03.04.2006
"Käfig bleibt Käfig"
Protest von Tierschützern gegen Käfighaltung nimmt zu - Wenige Tage vor der Entscheidung des Bundesrates zur Käfighaltung von Legehennen nimmt der Protest von Tierschützern zu. Der Deutsche Tierschutzbund kündigte für Dienstag den Start einer Kampagne an. Er wirft den Regierungschefs von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Hühnerquälerei vor. Mehr
Frankfurter Rundschau, 03.04.2006
Kommentar: Käfig bleibt Käfig
Der Erfindungsreichtum in der Namensgebung scheint unbegrenzt: Wenn die Legehennenhalter-Lobby ihre "Kleinvoliere" preist, dann kaschiert sie die Realität gerne mit Begriffen wie "Kleingruppenhaltung", "Hühner-WG" oder "Hennen-Appartement". Schon der Begriff "ausgestalteter Käfig", wie ihn die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft verwendet, sollte besser nicht auftauchen.
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taz, 31.03.2006
Verbot für Käfighaltung kippt
[...] Für die Kleinvolieren - die erheblich kleiner sind als die Volieren, die Künast im Sinn hatte - hatten sich vor allem drei Bundesländer stark gemacht, in denen die Käfighaltung von Legehennen eine große Rolle spielt. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern hatten den Antrag bereits am Montag eingebracht. Die meisten Länder sind ebenfalls dafür. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) warnt dagegen vor Tierquälerei.
Scharfe Kritik kommt auch von der SPD-Bundestagsfraktion, den Grünen und Verbänden. Sie halten die Volieren nicht für tiergerecht. Die SPD forderte Agrarminister Horst Seehofer (CSU) zum Eingreifen auf. "Eine politische Erpressung zu Lasten des Tierschutzes ist mit uns nicht zu machen", schrieb SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber an Seehofer. Dieser hatte zuletzt vor einer Abwanderung der Betriebe ins Ausland gewarnt, wenn es nicht zu Volieren komme.
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ntv.de, 30.03.2006
Keine Freiheit für Legehennen
Die Agrarminister der Länder wollen mehrheitlich das für 2007 geplante Käfighaltungsverbot für Legehennen kippen und um zwei Jahre verschieben. Damit sollten Tierhalter die Möglichkeit bekommen, die Batteriekäfige auf Kleinvolieren umzustellen, heißt es in einer Empfehlung des Bundesrats-Agrarausschusses vom Donnerstag.
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NGO Online, 30.03.2006
Tierschutzverbände gegen Rückkehr zur Käfighaltung von Geflügel
Der Agrarausschuss des Bundesrates beriet am Mitttwoch in einer Sondersitzung über einen Antrag der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Mit dem Antrag wollen die drei Landesregierungen, mit Zustimmung weiterer Bundesländer, das ab dem 01. Januar 2007 geltende Verbot der Käfighaltung von Legehennen außer Kraft setzen. Geplant sei offenbar, den Käfig mit der Bezeichnung "Kleingruppe" zu tarnen. Einem Huhn soll nach ersten Informationen nur die Fläche von 800 cm² zur Verfügung stehen. Das entspräche in etwa der Fläche eines Aktendeckels. Grundlegend artgemäße Verhaltensweisen können die Hühner auf so kleinem Raum nicht ausleben. Auf Initiative des Deutschen Tierschutzbundes haben sich zwölf große, seriöse Verbände aus den Bereichen Tier-, Umwelt- und Naturschutz, sowie der Landwirtschaft gegen die Länderinitiative ausgesprochen. Mehr
Frankfurter Rundschau, 29.03.2006
Zum Thema Massentierhaltung: Schweinefleisch geht in den Export - Gülle bleibt hier
Deutsche Bauern investieren in immer größere Ställe. Anlagen für 80 000 Mastschweine sind keine Seltenheit mehr. Sie sind damit fünf Mal so groß wie die weiträumigsten vor fünf Jahren. Mehr
Meat-n-more (Infodienst Ernährung), 29.03.2006
Käfighaltung von Legehennen nimmt weiter ab
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im Dezember 2005 Betriebe von Unternehmen mit mehr als 3 000 Hennenhaltungsplätzen 32,2 Millionen Hennen bei einer gesamten Stallkapazität von rund 39,4 Millionen Hennenhaltungsplätzen gehalten. Hiervon entfielen 73,2% (28,8 Millionen Plätze) auf die Käfighaltung, 14,0% (5,5 Millionen) auf die Bodenhaltung und 12,7% (5,0 Millionen) auf Freilandhaltung. Die Auslastung der vorhandenen Stallplätze lag bei 81,9%. Mehr
taz, 18.03.2006
Länderchefs wollen Käfig-Ei behalten
Mit der Vogelgrippe kommt die Legebatterie wieder in Mode. Drei Bundesländer wollen das Käfigverbot, das ab 2007 gilt, kippen. Dabei wächst die Nachfrage nach Freiland-Eiern. Aldi und McDonald's haben das Käfig-Ei längst verbannt Mehr
Mitteldeutsche Zeitung, 17.03.2006
Konflikt um Batteriekäfig-Haltung
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Kieler Nachrichten, 06.03.2006
Bundesrat entscheidet morgen über die Haltung von Legehennen
Eigentlich ist es längst beschlossene Sache: Die Haltung von Legehennen in kleinen Käfigen soll in Deutschland ab 2007 verboten sein. Doch die Bauern-Lobby läuft einmal mehr Sturm gegen diesen Tierschutz-Beschluss der rot-grünen Bundesregierung aus dem Jahr 2001. Der Bundesrat wird morgen erneut über die Zukunft der Hühner abstimmen.
Mehr
wdr.de, 05.03.2006
NRW will Verbot von Legebatterien kippen
Gut eine DIN-A4-Seite: Dieser Platz soll für eine Legehenne ausreichen, wenn es nach den Plänen von NRW geht. Die Landesregierung will zusammen mit anderen Bundesländern das Verbot von Legebatterien aushebeln und wieder Kleinkäfige einführen.Mehr
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